Geschichte des Schienenverkehrs in Deutschland

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Die Geschichte des Schienenverkehrs beginnt in Deutschland bereits um das Jahr 1787 und hat direkt mit dem Bergbau zu tun. Damals entstand im Ruhrgebiet ein etwa 30 Kilometer langes Schienennetz. Die Waggons wurden von Pferden gezogen. Es ging den Betreibern darum, Kohle und andere abgebaute Rohstoffe personalsparend und zuverlässig zu Wasserwegen zu transportieren. Die Eisenschienen dieses Streckennetzes markieren den Beginn des Schienenverkehrs.

Erste Eisenbahnen in Deutschland

Nach verschiedenen Pilotprojekten, Versuchsbahnen und Kurzstrecken, um Dampfwagen beziehungsweise Lokomotiven zu testen, entstanden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts verschiedene Eisenbahnstrecken in Deutschland, die jedoch nicht miteinander verbunden waren. Kleinstaatlichkeit, unterschiedliche Spurbreiten und die hohen Kosten für den Bau dieser Strecken waren die Gründe dafür. Auch gab es gesellschaftliche Kritik an diesen neuartigen Transportmitteln. Nach und nach entstanden jedoch auch erste Fernstrecken, wie beispielsweise die 1839 bis 1843 gebaute Eisenbahnstrecke von Köln zum Grenzbahnhof nach Belgien der Rheinischen Eisenbahn.

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Staatsmonopole, Konzessionen und Genehmigungen

Obwohl sich schnell zeigte, dass die Etablierung eines möglichst großen Eisenbahnnetzes allen damaligen Staaten auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik viele Vorteile bringen würde, gab es von staatlicher Seite zahlreiche Hindernisse für den Bau von Eisenbahnlinien. Regierungen aller deutschen Kleinstaaten wollten Mitspracherecht und Kontrolle über neue Eisenbahnlinien und gleichzeitig damit Einkünfte erzielen. Das Ergebnis waren hohe Kosten für die Eisenbahngesellschaften, Verzögerungen und ein für damalige Verhältnisse hoher Bürokratieaufwand.

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Technischer Fortschritt und schnelle Weiterentwicklung

Die komplexe und umfangreiche Weiterentwicklung des Eisenbahnwesens in Deutschland ist durch technischen Fortschritt und wirtschaftliche Schwankungen geprägt. Neben erhöhter Nachfrage nach Personen- und Güterbeförderung hat in den letzten Jahren insbesondere das Thema Umweltschutz dafür gesorgt, dass der Schienenverkehr wieder mehr Aufmerksamkeit erhält. Besonders im direkten Vergleich mit Waren- und Personentransporten auf der Straße zeichnet sich der Schienenverkehr durch besondere Umweltfreundlichkeit aus. Neue Mobilitätskonzepte werden den Schienenverkehr außerdem enger mit den Mobilitätsangeboten von Straßen, Luftverkehr und Wasserwegen verbinden.